Die sensible Haut im Schlaf

 

Die menschliche Haut ist genial und bietet dem Körper Gesundheitsschutz:

Die Außenhaut (Epidermis) des Menschen ist ca. zwei m² groß. Damit ist die Haut eines der größten Organe des Menschen. Sie bietet dem Körper einen „Rundumschutz“.

Die Kopfhaut ist regelmäßig dicht behaart. Über den Kopf verliert der Mensch sehr viel Wärme. Hier dienen die Haare als Isolation und Schutz vor Sonnenbränden.

Die Oberhaut

Die Körperhaut weist feinste Härchen auf, die das Gefühl der Haut sensibilisieren und feinfühlig alle Berührungen z.B. eines krabbelnden Fliegenbeinchens verstärken und spürbar weiterhebeln.

Nur die Fuß- und Handinnenflächen sind gar nicht behaart. Dort werden häufig bei entsprechenden Beanspruchungen schützende Hornhäute gebildet.

Diese Horn-Häute wirken als Zusatzschutz an der Oberhaut. Der Hornschicht folgt die Körnerzellschicht. Die Stachelzellschicht ist die unterste Schicht der Oberhaut.

Die Lederhaut

Als Basalzellschicht wird die mittige Lederhaut bezeichnet. Hierin ist die kapillare Mikro-Durchblutung besonders aktiv. Talgdrüsen, Schweißdrüsen, Kollagen- und Elastinfasern sind in der Lederhaut beheimatet. Die feinen Hauthärchen mit den winzigen Haarwurzeln sitzen in ihr fest. Hier wirken sie mit den feinen Muskelchen und den mikrofeinen Nervenenden zusammen und können sich beim Frösteln als „Gänsehaut“ aufrichten.

Die Unterhaut

Das Fettgewebe befindet sich in der Unterhaut. Sie dient als Organ dem Körper als einer der großen Speicher und ist mit feinsten Blut-Gefäßen zu jeder einzelnen Fettzelle hin direkt an die Durchblutung angeschlossen: Tausende Kilometer von Mikroblutleitungen versorgen die Hautzellen mit dem wertvollen roten Lebenssaft.  

Die Haut als Entsorgungsorgan

Haarwurzeln, Haarwurzel-Muskelchen und mikrofeine Nervenendigungen durchziehen die Haut. Die kapillaren Durchblutungsleitungen umsorgen die Zellen und deren Energiebausteine-Versorgung. Die nötige Entschlackung aus den unzähligen Stoffwechselprozessen innerhalb des Haut-Stoffwechsels findet permanent statt: Über das Abschilfern der Hautschuppen erfolgt die Entgiftung und die Entsorgung von Altzellen. Hautschuppen werden zusammen mit den abgestorbenen Körperzellen und den Stoffwechsel-Schlacken über den Schweiß und die Talgdrüsen abgeleitet und abgestoßen.

Allein über 40 – 50 Millionen feinster Schuppen werden jede Nacht in das eigene Bett hineingerieben.

Die Haut als Temperatur-Regulator

Die Haut reguliert zudem unsere Bluttemperatur im Körper und hält diese konstant bei 36,8° Celsius, über das Schwitzen und Frieren.

Schließlich reguliert sie auch entscheidend die Blutmenge im Körper und reguliert so auch den Blutdruck entscheidend mit: Bei geringem Bedarf, z.B. in Eiseskälte, kommt die Haut mit nur 0,1 Liter Blut aus. Dabei wirkt sie isolierend. Bei Anstrengungen und bei großer Hitze kann sie bis zu zwei Litern Blut speichern und literweise Schweiß zur Kühlung abgeben.

Ihre Elastizität ist enorm.

Wasser dringt von außen nicht ein, obwohl das Schwitzwasser von innen nach außen abperlt.

nachts Nachts im Bett sollte das System der Temperaturregulierung gut funktionieren. Dazu ist eine passende Bettausstattung empfehlenswert. Kopfkissen, Bettdecke, Matratze, Bettrost, Bettgestell und Mensch zusammen gehen für viele Stunden täglich eine Wirkeinheit ein: Im Unterbewusstsein ist die Haut im Schlaf nicht bewusst spürbar.

Die Haut schützt.

  1. Sie ist an der Ausschüttung von Hormonen beteiligt.
  2. Sie ist Tummelplatz für Billionen von überwiegend nützlichen Bakterien.
  3. Sie sendet Botenstoffe aus, wirkt anziehend, erregend und ist hochsensible.
  4. Die Haut ist beim Sex ein guter Taktgeber.
  5. Ihr taktiles Gefühl ist legendär: Weniger als 0,05 Gramm erspürt die Haut: Über die Härchen, weil diese den Gewichtsreiz z.B. eines Fliegenbeinchens mit nur 0,05 Gramm – derartig feinfühlig zu Hebeln in der Lage sind. Das Kribbeln wird über die feinfühligen Nervenenden an den Haarwurzeln (Follikel) zum Gehirn blitzschnell weitergeleitet, um uns direkt zu alarmieren.
  6. Schließlich bereitet sie unserem Körper einen phantastischen „Rundumschutz“ und bietet allen Menschen die schützende Grundlage und gewährleistet die Körperauflage-Fläche beim Liegen.
  7. Bei Verletzungen sorgt sie mit vielfältigen Maßnahmen für automatische Selbstheilung, schützt vor zu hohem Blutverlust, sperrt schnell die Zugänge für Viren und Keime ab, repariert sich selbst, verkrustet unsere Wunden mit Borken.
  8. Die Haut sorgt für die nötige Gesundung über die Neubildung und Zellteilung.
  9. Überraschend ist den Forschern in jüngerer Zeit gelungen ein eigenes Erinnerungsvermögen der Haut nachzuweisen: Die Haut vergisst nichts. Sonnenbrände können nach Jahren noch zu Veränderungen in der Haut führen.
  10. Bei einem Zweitkontakt z.B. mit Umweltgiften, Verletzungen mit Gefahrenstoffen (oder beim zweiten Allergietest) zeigen sich überschießende Abwehrreaktionen: Dann zeigt die Haut auch ihr ureigenes Erinnerungsvermögen: Sonnenbrand, Rötungen, Pusteln, Vereiterungen, Ausschlag oder sogar Aufplatzungen (z.B. der gefürchtete Dekubitus), durch falsches zu hartes Liegen im Bett.
  11. Die Haut wird das gesamte Leben lang dauerbelastet und muss daher zeitweise auch ganz ohne Blut zuverlässig funktionieren.
  12. Ob beim Sitzen, Liegen, Stehen oder in der Bewegung: Permanent sind Teile der Haut vom teils minutenlangen Druck blutleer gepresst. – Besonders intensiv jedoch bei der nächtlichen, besonders viel Lebenszeit raubenden Dauerbelastung: Während des Schlafens.

Daher ist es sehr wertvoll über die eigene Haut beim Liegen und während des Schlafens etwas mehr zu erfahren:

Das ist jedoch ein weiteres spannendes Kapitel.

Dauerhafter Liegedruck im Bett belastet die Haut.

Der Liegedruck auf der Haut im Bett wird auf der einen Seite, durch das Eigengewicht des Körpers von oben gegen die Unterlage ausgelöst und auf der anderen Seite durch den Gegendruck der Matratze und des Bettes von unten bestimmt.

Fazit:

Druck erzeugt Gegendruck. Im Schlaf kann sich niemand selbst spüren. Wie geht der eigene Körper mit dem Liege-Druck auf der Haut um? 35.000 Pulsschläge nachts sind ein Durchblutungsrisiko.

  1. Schläft der Arm mehrfach ein? – Schafunruhe folgt.
  2. Werden Muskeln dauerhaft verspannt? – Verhärtete Muskeln.
  3. Leidet das Herz unter zu hohem Liegedruck? – Kreislauf leidet.
  4. Wird die Schwitzfeuchte gut aus dem Bett abgeleitet?

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