Hausstaubmilben und Allergien

tiefer und besser sclafen
Der Bettenforscher und Spezialist für Hausstaubmilben und Allergien.

Carl-August Schübeler

Lauern durch Hausstaubmilben und Allergien große Gefahren?

Es gibt bis zu 400 unterschiedliche Hausstaubmilben-Arten in jedem Bett. – Was kann ich bei Hausstaubmilben und Allergien besonderes beachten? – Lauern mit den Hausstaubmilben und Allergien auch Gefahren dauerhaft zu erkranken?

Mythos Hausstaubmilbe – Verteufelung ungerechtfertigt

Einige Mythen haben sich – in Sachen Bettausstattungen – über die letzten fünfzig Jahre ausgebildet. Die große Angst vor der „Hausstaubmilbe“ hat viele drastische Veränderungen für unsere Betten bewirkt. Manche dieser Vorbehalte sind emotional; Manche sogar ungerechtfertigt. Einseitige Betrachtungen und mangelhaftes Wissen haben sich scheinbar festgesetzt und beeinflussen deswegen unsere heutigen Bettausstattungen nachteilig.

In vielen Ländern, – z. B. in Australien, Neuseeland und Großbritannien -, wurden, – anders als in Deutschland -, auch die Natur-Bettausstattungen mit untersucht. Im direkten Vergleich zu Chemiefaser-Betten wurden Feder- und Daunenbetten mit untersucht. Die Ergebnisse nehmen von den Naturbetten jeden Makel. Allergiker sollten besser in Naturbett-Ausstattungen schlafen, als in Synthetik-Betten, wenn Hausstaubmilben und Allergien drohen.

Tiefschlaf ist die Grund-Voraussetzung für gute Genesung. Bei Erkrankungen der Atemwege werden besonders Hausstaubmilben und Allergien bekämpft. Wohlfühlen in Naturbetten kann helfen.

Kennen Sie sich gut aus, wenn es um die richtige Bett-Materialwahl bei Allergien geht? – Vermutlich nicht. – Oder?

Die Hausstaubmilben und Allergien werden seit Jahrzehnten in einem Atemzug genannt. Die kleinen Milben haben daher ein ziemlich schlechtes Image. Das wird den überaus nützlichen Winzlingen – den menschlichen Schlafbegleitern und Hausstaubmilben – nicht gerecht. Die Milben sind Mikroorganismen. Das heißt: Mit dem bloßem Auge sind die Milben nicht sichtbar. Frühere Generationen wussten nichts von der Existenz der Milben. Sie sind sehr klein und fast unsichtbar, aber trotzdem „Oho“! Dass die Hausstaubmilben nützlich, ja sogar lebensnotwendig sind, ist jedoch weitgehend unbekannt.

Wie ein Winzling zum „Ekel -Tier“ wurde und alle Naturbetten stark verdrängte

Die Hausstaubmilben sind für uns Menschen bis vor etwa 50 Jahren nur über Mikroskope zu beobachten gewesen. Bilder gab es nicht. Zusammen mit dem Einsatz der neuen Elektronen-Raster-Mikroskope mit hochauflösender Bildtechnik brach eine riesige Ekelwelle über die Hausfrauen herein. Die neue Zeit der Chemiefasern brach an.

Die Milbe wurde 50.000-fach vergrößert: Aus einem Mikroorganismus mutierte die Hasstaubmilbe plötzlich zu einem gr0ßen, gefährlichen, ekelerregenden, „Panzer-Spinnen-Tier“. Ekel ist derart emotional, dass sich das Milbenbild tief in die Köpfe unserer Hausfrauen eingrub: – Unreinheit im Bett wurde subtil mit unterstellt. Das brachte den endgültigen Durchbruch für die neuen Chemiefasern im Bett. Sie waren über Nacht hoffähig. . Synthetik-Betten werden seither stetig neu entwickelt und gelten bis heute als besonders hygienisch: Sie sind pflegeleicht und waschbar bis 60° Celsius. – Das gilt auch heute noch weitgehend als unbestritten.

Die Natur-Materialien als Bettausstattungen bei Hausstaubmilben und Allergien zu nutzen, gelten seither nur noch als die zweitbeste Wahl. Dabei sind die meisten von ihnen ebenfalls pflegeleicht und waschbar bei 60° Celsius.

Der Siegeszug der Chemiefasern

Synthetiks in Bettausstattungen gelten bis heute als modern. Warnende Stimmen vor den Chemiefasern gab es zu jener Zeit nur sehr Wenige. Das ändert sich derzeit langsam. – „Schnell und leicht zu waschen, hygienisch und sofort wieder trocken“… so wurden besonders die Synthetik Bettausstattungen beworben: Fast wie die einzigen Heilsbringer und echten Retter im verloren geglaubten Kampf gegen die gefährlichen Hausstaub-Milben. Die deutlich teureren Naturbettwaren, wurden gegen die viel preiswerteren Chemiefaserbetten ausgetauscht. Besonders für die Kinder und Babys war das sehr günstig und leicht umzustellen. Die angeblich unhygienischen Naturbetten aus Federn und Daunen verschwanden. In Kaffeefahrten-Verkaufsveranstaltungen wurden die neuen Chemiefaserbetten oder synthetisierte, verklebte Wollflor-Artikel angepriesen. Das kam bei den Hausfrauen gut an. Das gute Gewissen der reinlichen Deutschen Hausfrau war beruhigt. Die Federbetten wurden fast flächendeckend ausgemustert. Bis heute ist der Siegeszug der Chemiefasern ungebrochen.

Wertvolle Urzeit-Symbionten: Die Hausstaubmilben

Die Hausstaubmilben begleiten uns Menschen nachts im Bett seit tausenden von Jahren zuverlässig: Unsere wohl wichtigsten menschlichen „Symbionten“. Für die Gesundheit des Homo sapiens sind die Hausstaubmilben wertvoll. – Gleichfalls sind sie unsere Gesundheitspolizei im Bett. Ohne die Milben könnten wir Menschen nicht überleben. Die Milben sind die Garanten für die menschliche „Schuppen-Entsorgung“. Über 40 Millionen feinster Schüppchen reibt jeder Mensch -Nacht für Nacht – in sein Bett. Die wichtige Entsorgungsarbeit der eigenen „Verunreinigungen“ leisten die kleinen Helfer zuverlässig, seit Jahrtausenden. – Übrigens – deutlich mehr Milben finden sich in Chemiefaserbetten, als z.B. in Gänsedaunen-Bettdecken.

Circa 400 verschiedene Arten von Milben sind derzeit bekannt. Etwa vergleichbar mit den vielen unterschiedlichen Hunderassen: Große und Kleine. Die Hausstaubmilben sind ungeheuer nützlich. Sie halten unsere Betten sauber und vertilgen neben den Schuppen auch Schimmelpilze sowie vielerlei Hefen mit den weiteren Verunreinigungen im Bett. Wir Menschen reiben durch die nächtlichen Lageveränderungen des Körpers in oft wechselnde Schlaflagen, unzählige Schuppen von unserer Haut ab. In der Nachtwäsche und der Bettwäsche verweilen die Schuppen nur kurz, rieseln hindurch und werden mit dem Drehen immer tiefer in die Matratzen eingerieben oder hinein gedrückt. – Dort im Dunkeln leben die Milben bevorzugt und vertilgen unseren Stoffwechsel-Abfall.

Die Haut ein Spiegel der Umwelt?

Die Haut ist für viele Umweltgifte zur weiteren großflächigen Entsorgungsstation der Körpers geworden: Neben dem Darm und dem Nieren-Blasentrakt.

Weil wir die vielfältigen Umweltgifte quasi hautnah direkt ins Bett hinein entsorgen, brauchen wir die Milben als Krankheitskeime-Entsorger. Milben sind unsere schützende Gesundheitspolizei. Die Milben vertilgen die etwa zwei Gramm abgeriebenen Haut-Schuppen in jeder Nacht. Sie erkranken durch unsere mit Umweltgiften belasteten Haut-Abschilfungen.

Der Milbenkot wird klebrig und überfordert das Immunsystem: Allergien folgen 

So wird mit den Umweltgift-Ausscheidungen über die Haut des Menschen auch ein kleiner Teil der Milben krank und der Kot klebrig. Über unsere Atemwege gelangen die winzigen Kotstäube zusammen mit Hefen und Sporen von Schimmelpilzen in unsere Atemwege. In unseren Schleimhäuten setzen sich die Kot-Reste fest. Die Umweltgifte werden vom eigenen Imunsystem enttarnt. Das setzt in unserem Abwehrmechanismus die „überschießende Immunabwehr“ in Gang. Diese Überreaktionen des Immunsystems nennen wir Menschen dann „Allergische Reaktionen“ oder kurz Allergien.

Es ist allgemein bekannt, dass Kleinkinder, die auf einem Bauernhof aufwachsen ein deutlich geringeres Allergie-Erkrankungs-Risiko haben. Das Immunsystem braucht im Kindesalter Kontakt zu möglichst vielen Milben und Hausstäuben sowie den natürlichen Verunreinigungen in der Welt, um die natürlichen Krankheitsrisiken des Lebens zu erlernen. – Dann kann sich das kindliche Immunsystem besonders gut entwickeln.

Ein genialer Schachzug der Evolution: Die „Orale Phase“ des Babys.

Hier wird vom neuen Erden-Entdecker alles begriffen und in den Mund gesteckt, was rumliegt. Mit dem Belecken und Schmecken des Spielzeugs – mit unzähligen Keimen und Bakterien anderer Kinder angereichert – stärkt das Baby sein individuelles Immunsystem.

In „Watte gepackte Babys und Kleinkinder“ haben ein schwächeres Immunsystem: Ängste der besorgten Eltern und ängstliche, übertriebene Hygienevorstellungen können nachhaltige Schäden im Immunsystem anrichten:

„Lass doch den Jungen in der Matsche spielen! – Dreck scheuert den Magen.“…höre ich in kindlicher Erinnerung noch heute meine Oma, gelassen und entspannt meine besorgte Mutter beruhigen. – Meine jüngeren Geschwister durften sich selbst ein starkes Immunsystem ausbilden. Heute mit über 60 Jahren ist noch keiner von uns Fünf an Allergien erkrankt. Oma hatte genau richtig gehandelt und mit ihrer Gelassenheit auch zu meinem guten Immunsystem von heute mit beigetragen. – Aus dem Bauch heraus und aus Generationen überliefert.

Milbenerforschung ist auf wissenschaftlicher, neutraler Basis dringend erforderlich

Nur etwa sechs bis acht dieser 400 unterschiedlichen Milbenarten lösen die gefürchteten überschießenden Reaktionen – die Allergien – beim Menschen aus. Wir sollten die Hausstaubmilben daher nicht länger pauschal verteufeln, sondern unsere wertvollen Symbionten für unsere Bettgesundheit endlich besser erforschen. Mein Tipp:

Das Medizinwesen und die Pharmaindustrie haben einen Antrieb: Geldverdienen steht über Allem. 

An derartigen Studien dürften diese Branchen meiner Meinung nach grundsätzlich nicht mehr mitwirken: Durch zu viele Anreize und die „Wirtschaftliche Zwänge“, das eingesetzte Geld tausendfach „zurück verdienen zu müssen“! So werden preiswerte, einfache Lösungen in Deutschland unmöglich gemacht: Hier sitzen in den Gremien die spezialisierten Wissens- und Bedenkenträger der heutigen Zeit. – Die Lobbyisten.

„Randomisierte Doppelblindstudien“ unterliegen nicht der umfassenden Veröffentlichungspflicht aller ermittelten Daten und Teilergebnisse. So kann jedes Endergebnis im Sinne der Auftraggeber statistisch zwar korrekt dargestellt, jedoch auch manipuliert interpretiert werden. – Unter dem Wegfall bestimmter nicht gewollter Parameter: „Dessen Brot ich esse, dessen Lied ich singe!“, formuliert der Volksmund treffend.

Milben sind viel nützlicher als bekannt und kommuniziert

Die Milben also sorgen für Sauberkeit und die menschliche Schuppenentsorgung im Bett. Mit etwa zwei Gramm pro Nacht werden 30 bis 50 Millionen kleinster Hautpartikel abgeschilft. Würden diese Schuppen nicht jede Nacht gefressen, wären nach einem Jahr bereits über ein Pfund „Schuppenmasse“ zusammen gekommen. Stellen Sie sich vor: Sie müssten sich jede Nacht in ca. 700 Gramm feinstem Mehl wälzen. Ihre Atemwege würden verstopfen und Sie würden paniert werden, sobald sie schwitzen. Ihre Hautatmung würde eingeschränkt. Früherer Tod muss unterstellt werden. – Damit es nicht zur totalen Schuppen-Verstaubung in unseren Betten kommt, dafür sorgen die Milben. Gott sei Dank.

Neben unseren Hautschuppen entsorgen die Milben aber auch Hefen und den gefährlichen Schimmel, der sich bei Feuchtigkeit bildet. „Der Schimmel explodiert wo es feucht und warm ist.“, sagt der Volksmund richtig. – Gut, dass es die Milben gibt.

Lageveränderungen erhöhen den Schuppenabrieb nachts im Bett

Wir müssen im Unterbewusstsein nachts mit vielen Lageveränderungen in unserem Bett, – Rückenschmerzen ausweichen. Aber auch Durchblutungs-Stauungen, eingeschlafene Beine und Arme werden durch die nächtlichen Umlagerungen vermieden. Daher wechseln wir oft die Lage. Zusätzlich schwitzen wir nachts einen halben Liter und  im Hochsommer sogar bis zu zwei Litern Schweiß-Flüssigkeit ins Bett. – Ein Vollbad mit 180 Litern pro Jahr.

Kondensate, Hefen, Schimmel und Co: „BETA-GLUCAN“ entsteht

Daher sind die Bedingungen für Hefen Neu-Bildungen und Schimmelpilze nachts im Bett exzellent. Um unsere feuchten Atemwege herum bilden sich zusätzlich unzählige Minitröpfchen – die sogenannten Kondensate. Die Kondensate werden von Naturbettwaren aus Baumwolle, Wolle, Federn und Daunen schwammartig aufgesaugt. An Synthetik- oder Chemiefasern bleiben die Kondensate als kleine Mikro-Tröpfchen außen haften. So können sich die Schimmelsporen in die Minitröpfchen hineinbegeben und sich explosionsartig vermehren. Dabei entsteht „BETA-GLUKAN“, das von den Pulmologen, den Lungen-Spezialisten ausgemachte Treibmittel für Allergien.

Sind Chemie- und Synthetik-Bettausstattungen bei Erkrankungen an Hausstaubmilben und Allergien wirklich alternativlos?

Über mehr als fünfzig Jahre hinweg wurden Naturmaterialien in unseren Betten verteufelt. Weg mit Federn-, Daunen-, Wolle- und Baumwollbetten; Hin zu Chemiefasern war der Trend. Das Hauptargument war die Angst der Hausfrauen vor den „Ekel erregenden Hausstaubmilben“. Gut waschbar und leicht pflegbar sollten deswegen die Bettausstattungen sein. Synthetikbetten boomten und wurden teilweise bei Allergien sogar als „alternativlos“ bezeichnet. Sind Chemiefaserbetten bei Allergien wirklich alternativlos? – Ein klares: NEIN! – Denn die Menschen nutzten seit tausenden von Jahren Naturbetten! – Wir nutzen erst seit den Siebziger Jahren des 20-ten Jahrhunderts – erst etwa fünfzig Jahre lang – die Chemiefaserdecken im täglichen Bettengebrauch! –

Sind wegen den Synthetik- und Chemiefasern im Bett, die Allergien erst so richtig auf dem Vormarsch?

60°-Wäsche wäscht den Milbenkot mit aus: Zurück zur Natur

Die Hausstaubmilben sterben bei 56° Celsius. Wird also die Bettausstattung bei 60° gewaschen, so überstehen die Milben die Wäsche nicht.  Auch der Milbenkot wird mit ausgewaschen. Baumwolle, Federn und Daunen lassen sich ebenfalls bis 60° waschen und pflegen. Der große Vorteil der Naturmaterialien ist: Es bildet sich 80% weniger des  Treibmittels „Beta-Glucan“, als in Synthetik-Bettausstattungen: „Zurück zur Natur“ kann ich nur den Lungenfachärzten (Pulmologen) Deutschlands beipflichten. Bereits 2008 rieten sie auf Ihrer Homepage: Allergiker, die auf Hausstaubmilben und Allergien reagieren,sollten auf Gänsedaunen nicht verzichten.

Allergiker sollten nicht länger auf Naturmaterialien verzichten. Für die Menschheit sind nachts seit Urzeiten Naturbetten in Gebrauch. Naturbetten haben sich über Tausende von Jahren bestens bewährt. Die flächendeckende Massennutzung von Chemiefasern ist hierzulande zur Normalität geworden: Zurück zur Natur lautet meine klare Empfehlung – auch und gerade bei Erkrankungen durch Hausstabmilben und Allergien.

Ihr Carl-August Schübeler

Schreibe einen Kommentar